Sanierung Alterssiedlung Mett

Sanierung Alterssiedlung Mett

Sanierung Alterssiedlung Mett

Sanierung Alterssiedlung Mett

Sanierung Alterssiedlung Mett

Sanierung Alterssiedlung Mett

Sanierung Alterssiedlung Mett

Biel
Umbau & Sanierung
2023 -

Das Wohngebäude an der Scholl-Strasse wurde durch den Bieler Architekten Jean-Jacques Wüthrich in den 1960er-Jahren für die Stiftung für Betagtenwohnungen erbaut. Es gehört zusammen mit der Hochhaussiedlung und weiteren umliegenden Gebäuden zu einem wichtigen Zeugen der Baugruppe "Jurintra". Südlich des Gebäudes beginnt der Längholz-Wald. Zum Wald hin richtet sich die gemeinschaftliche Gartenanlage inklusive Pavillon. Keine 200 Meter von der Liegenschaft entfernt, befindet sich die nächste Bushaltestelle, Apotheke und Einkaufsmöglichkeit. Diese Umstände sowie die gute Bausubstanz des Gebäudes machen die Liegenschaft zu einem der wertvollsten Standorte für die Stiftung für Betagtenwohnungen.

Das Wohngebäude besteht aus zwei Gebäudeteilen, einem Flachbau und einem Turm, welche zusammen eine Einheit bzw. Adresse bilden und von einem zentralliegenden Treppenhaus erschlossen werden. Die beiden Gebäudeteile unterscheiden sich charakteristisch in der horizontalen Erschliessung und der Bauweise: Die Wohnungen im Flachbau werden ausgehend vom Treppenhaus über einen Laubengang erreicht, der Turm funktioniert als Zweispänner. Alle Aussenwände des Hochhauses und die Mehrheit jener des Flachbaus sind als Zweischalenmauerwerk konzipiert, während die Aussenwände zum Laubengang sowie das Attikageschoss des Flachbaus in Leichtbauweise erstellt sind.

Das Gebäude hat seit seiner Erstellung diverse bauliche Interventionen erfahren: 1982 wurden die nach aussen offenen Vorzonen des Treppenhauses im Bereich des Turms mit Fenstern geschlossen. Mitte der 1990er-Jahre wurde der Flachbau um das Attikageschoss erweitert, zudem wurde die Eingangspartie im Turm mit einem Anbau ergänzt.

Das Sanierungs- und Umbauprojekt umfasst die architektonische und energetische Sanierung der Gebäudehülle, die Modernisierung der Gebäudetechnik, bauliche Massnahmen zur Sicherheit sowie die Aufwertung der gemeinschaftlich genutzten Räume.

Die Hausadressierung, das Entrée und der Gemeinschaftsraum werden durch ein neues Gestaltungskonzept, neue Bodenbeläge und Einbauten, einem neuen Beleuchtungskonzept sowie einer adäquaten Möblierung aufgewertet. Eine witterungsgeschützte Sitzbank vor dem Haupteingang lädt ein zum Sitzen und Warten «vor dem Haus», eine Briefkastenanlage mit integrierter Sitzbank im Eingangsbereich fördert alltägliche Begegnungen, die grosszügige Küche im Gemeinschaftsraum ermöglicht die angenehme Durchführung eines Mittagstischs.

Die verglaste, brandfallgesteuerte Brandschutztür zwischen Entrée und Gemeinschaftsraum verbindet die beiden Räume visuell, soll das Zusammenleben aktivieren und erlaubt die Möblierung eines Aufenthaltsbereichs in der Nähe des Hauseingangs. Das Zentrum der Gemeinschaft wird durch ein Bodenfeld akzentuiert.

Das ehemalige Cheminéehaus wird durch die Umnutzung zum Waschhaus neu belebt und rahmt zusammen mit dem Gemeinschaftsraum den gemeinschaftlich genutzten Hof. Ein transluszentes Vordach entlang des Gemeinschaftsraums ermöglicht den witterungsgeschützten Gang über den Aussenraum zum Waschhaus, die ehemalige Pergola wird zur Rampe umfunktioniert. Das räumliche Zusammenfassen des Veloraums mit der bisherigen Waschküche bietet eine komfortable Parkierungslösung für die Elektromobile. Das gesamte Material- und Farbkonzept der gemeinschaftlichen Innenbereiche wird im Rahmen der Ausschreibungsplanung erarbeitet.